Dienstag, 23. Dezember 2008

Auch alle Jahre wieder ...

... die Frage, was schenken wir den Eltern. Das ist nicht einfach, das war es noch nie. Ideen gäbe es genug, wir hatten sie schon mal vor Jahren für ein langes Wochenende in die Rhön in eine gemütliche Pension geschickt. Never ever. Das war ein Satz mit x, da musst ich mir noch Monate später anhören, wie schrecklich das denn war. Aber warum und wieso konnten sie mir auch nicht genau sagen.

Film & Theater gucken sie auch lieber zuhause im Fernsehen. Da muss man sich ja nicht extra für aufbrezeln, kann zwischendruch mal aufstehen und hat's bequem. Das waren so die Gegenargumente nach der Vorstellung des Chiemgauer Volkstheaters. Und ich, bei Weihnachtsgeschenken muss ich ja sagen "wir", also wir hatten wirklich gute Plätze am Rand besorgt gehabt. Wir täten sie ja auch nach Würzburg in so ne Show mit Florian Silbereisen und Co. chauffieren und selbstverständlich wieder mit nach Hause nehmen. Das wär v.a. für Väterchen ne Strafe, da hin zu müssen. Und Mütterchen alleine ist ja auch nix. Sie hätte dann wahrscheinlich noch ein schlechtes Gewissen, Väterchen zuhause zu lassen.

Gutscheine für Fußpflege oder Massage hatten wir auch schon. Die wurden dann notgedrungen eingelöst ohne uns zu verstehen zu geben, dass wir sowas doch bitte in Zukunft zu unterlassen haben. Irgendwas hat dann doch nicht so gepasst. Aber was genau hab ich bis heute nicht erfahren.

Also alles wie gehabt: die Karte für die Therme wurde gefüttert. Mit Geld. Da geht Mütterchen ja wenigstens unregelmässig rein. Väterchen täte die Wärme wegen seinem Rheuma und so sicher auch gut, aber er bekommt dort keine Luft. Sagt er, obwohl er noch nicht mal drin gewesen ist. Was soll man dazu sagen ?

Das andere Geschenk ist da eher nach seinem Geschmack: Ich hab den Kofferraum voller Wein. Vor Jahren mal damit angefangen und am Ende müssen wir wohl doch immer wieder auf diese Idee zurück greifen. Und dann gibt's halt noch ein paar CDs der Hitparade mit Frau Reiber. So ab und an schmeissen sie ihren Player mal an und die Musik hilft Mütterchen ja auch mit ihrem Tinnitus.

Big Brother in Nürnberg hat da auch immer gut reden, unsere Eltern sollten viel mehr unternehmen und aus dem Trott raus kommen. Ideen dafür haben wir. Aber wir können sie nicht fesseln und knebeln und in's Auto setzen. Es ist schier zum verzweifeln. Okay, lasst mich mal alt werden, vielleicht werd ich ja auch so ... schwierig.